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Installation auf einem frischen Debian-Host
Der automatisierte Weg ist install.sh. Das Skript ist für Debian 12/13
amd64 gedacht, installiert Docker CE, den aktuellen Compute-only-NVIDIA-Treiber
mit offenen Kernelmodulen aus dem offiziellen NVIDIA-Repository, das
NVIDIA-Container-Toolkit,
WireGuard, baut llama.cpp reproduzierbar, lädt Modelle mit SHA256-Prüfung und
startet den Stack.
Vorher klären
- Die Universität muss den ausgehenden WireGuard-Tunnel erlauben.
- Heimnetz, Universitätsnetz und Docker-Netz dürfen sich nicht überschneiden.
- In der Fritzbox eine Konfiguration für einen einzelnen Client exportieren.
- Der Fritzbox-Zugang muss Heimnetz und gewünschten Internetverkehr erlauben.
- Das private Repository muss auf dem neuen Host lesbar sein.
Debian installieren
- Debian 13 minimal, amd64, OpenSSH-Server, kein Desktop erforderlich.
- Einen normalen Administrationsbenutzer mit sudo anlegen.
- Optional bei physischem Fremdzugriff: LUKS-Verschlüsselung.
- BIOS: Above 4G Decoding aktiv; beide GPUs sichtbar machen.
Konfiguration
git clone <PRIVATE-REPOSITORY-URL> AI-Profile-Router
cd AI-Profile-Router
cp config/install.env.example config/install.env
chmod 600 config/install.env
editor config/install.env
Mindestens ADMIN_USER, Netzwerkschnittstellen, GPU-Zuordnung und Modellwerte
prüfen. Die Fritzbox-Datei vor dem Start root-only ablegen:
sudo install -d -m 700 /etc/mike-ai/wireguard
sudo install -m 600 fritz-athena.conf /etc/mike-ai/wireguard/fritz-athena.conf
Router- und WebUI-Schlüssel werden lokal erzeugt und nur unter /etc/mike-ai
gespeichert. Der Installer gibt keine privaten WireGuard-Werte aus.
Installation starten
sudo ./install.sh --config config/install.env
Wenn erstmals ein NVIDIA-Treiber installiert wurde, endet das Skript bewusst mit Code 20. Dann neu starten und denselben Befehl erneut ausführen. Das Skript ist auf Wiederholung ausgelegt und löscht keine vorhandenen Modelldateien. Beim ersten Stackstart lädt der interne Piper-Container die konfigurierte deutsche Stimme in sein persistentes Volume. Dadurch kann seine erste Bereitschaft je nach Internetverbindung etwas länger dauern.
Der Compose-Start wartet auf einen aktuellen WireGuard-Handshake. API-Schlüssel
werden nicht ausgegeben. Sie liegen root-only unter /etc/mike-ai.
Ergebnis und Abnahme
- Open WebUI:
http://<WIREGUARD-IP>:8080 - Router:
http://<WIREGUARD-IP>:8081 - SSH fallback:
ssh root@<WIREGUARD-IP>(key-only, forwarded to host sshd) - llama.cpp-WebUI: absichtlich deaktiviert und nicht veröffentlicht
sudo systemctl status mike-ai-container-vpn-guard
sudo docker inspect -f '{{.State.Health.Status}}' mike-ai-wireguard-gateway
sudo docker compose --env-file /etc/mike-ai/stack.env \
-f /opt/mike-ai/stack/compose.yaml ps
curl http://<WIREGUARD-IP>:8081/health
ssh -o BatchMode=yes root@<WIREGUARD-IP> true
Der SSH-Fallback lauscht ausschließlich auf der IPv4-Adresse von wg0 im
WireGuard-Gateway-Container. Er wird nicht als Docker-Port auf dem
Standort-Interface veröffentlicht. Das Gateway leitet die Verbindung an den
hostseitigen Gateway-Endpunkt des festen frontend-Netzes weiter; Anmeldung,
Schlüsselprüfung und Protokollierung erfolgen weiterhin durch den normalen
OpenSSH-Dienst des Hosts.
Die TTS-Verbindung wird für eine frische Open-WebUI-Datenbank automatisch als
OpenAI-kompatibler Audio-Endpunkt des Routers vorbelegt. Der Router reicht sie
intern an das TTS-Gateway weiter. Primär spricht XTTS-v2 mit Annmarie Nele
auf der RTX 3060; bei Fehlern oder Queue-Timeout übernimmt Piper auf der CPU.
Der Port 8085 wird nicht am Host veröffentlicht. Ein
Restore setzt zusätzlich die vier persistenten Audiofelder gezielt neu, damit
alte Werte wie tts-1 oder coral die Compose-Vorgaben nicht überstimmen.
TTS_CODE_SWITCH_ENABLED=false hält gemischte Antworten als zusammenhängende
deutsche Satzblöcke. Einzelne englische Fachbegriffe werden damit zwar deutsch
ausgesprochen, die Ausgabe bleibt jedoch flüssig und verständlich. Reine
englische Texte erkennt das Gateway weiterhin automatisch. Ein Ende-zu-Ende-Test
ohne Ausgabe des API-Schlüssels:
set -a; source /etc/mike-ai/stack.env; set +a
curl -fsS http://127.0.0.1:8081/v1/audio/speech \
-H "Authorization: Bearer $ROUTER_API_KEY" \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"model":"piper","voice":"alloy","input":"Hallo von Athena.","response_format":"mp3"}' \
-o /tmp/athena-tts-test.mp3
Der beibehaltene API-Name piper/alloy ist eine Kompatibilitätsschnittstelle;
bei gesundem XTTS stammt die Ausgabe von Annmarie Nele. Der interne Status
des TTS-Gateways nennt last_backend, primary_ready, fallback_ready und
die Zahl der Piper-Rückfälle. Ein Fallback-Test stoppt ausschließlich XTTS,
erzeugt einen synthetischen Satz über denselben Router-Endpunkt und startet
XTTS anschließend wieder. OpenWebUI und Router müssen dafür nicht geändert
oder neu gestartet werden.
Zusätzlich prüfen: Standort-LAN sieht keine KI-Ports; Heimnetz erreicht beide; gestopptes VPN-Gateway lässt KI-Container nicht ins Internet; jeder Profilwechsel startet exakt einen llama-Container; Text, Tool Call, Bild und Sprachausgabe funktionieren.
Nach dem ersten Anlegen des OpenWebUI-Administrators werden Filter, Quick Actions und die vier Arbeitsbereichsmodelle reproduzierbar eingespielt:
sudo /opt/mike-ai/stack/platform/openwebui/install-filters.sh
sudo /opt/mike-ai/stack/platform/openwebui/install-models.sh
Danach sind nur die vier benannten MikeAI-Presets sichtbar; die rohen Router-Aliase sind ausgeblendet und Medium ist die Standardauswahl. Beide Skripte sichern die OpenWebUI-Datenbank vor jeder Änderung. Der Modellinstaller synchronisiert außerdem OpenWebUIs persistente OpenAI-kompatible Verbindung mit dem internen Router und dessen aktuellem Schlüssel. Das ist erforderlich, weil persistente Providerwerte nach einer Schlüsselrotation Vorrang vor den Container-Umgebungsvariablen haben.
Der Modellinstaller setzt außerdem für den ermittelten OpenWebUI-Benutzer das
native Chat-Hintergrundbild /static/midnight-aurora.svg. Das Bild wird durch
Compose read-only eingebunden. custom.css verändert bewusst nicht mehr die
strukturellen Chat-Layer, damit OpenWebUIs eigene Bildfläche, Kontrast-Overlay
und Mobilansicht funktionieren. Ein bestehender Benutzer kann denselben Wert
auch unter Einstellungen → Oberfläche → Chat Background Image ändern.
Werkzeug-Container
Der Installer startet Websuche automatisch in einem privaten Docker-Netz. Weitere Bereiche werden nur aktiviert, wenn ihre root-only Konfiguration schon vorhanden ist:
/etc/mike-ai/homeassistant-admin-mcp.env
/etc/mike-ai/arr-mcp.env
/etc/mike-ai/runraid/.env
/usr/local/bin/runraid Version 0.4.2
Nach dem Nachreichen einer Datei genügt:
sudo /opt/mike-ai/stack/platform/mcp/install-tools.sh
Auf einer frischen Open-WebUI-Datenbank werden die internen MCP-Adressen über
TOOL_SERVER_CONNECTIONS vorbelegt. Bei einer übernommenen Datenbank müssen
die Einträge einmal unter Admin-Einstellungen → Externe Werkzeuge geprüft
oder importiert werden. Die Endpunkte stehen in platform/mcp/README.md.
Kein MCP-Port wird auf dem Host veröffentlicht. Externe Clients wie Hermes
benötigen später den authentifizierten WireGuard-Gateway und dürfen nicht
direkt auf das interne Werkzeugnetz zugreifen.
Die Standardkonfiguration lädt IQ4-MIX für Fast, IQ4_XS Pure für Medium,
Large und Ultra sowie Abliterated Q4_K_M für Uncensored aus den dokumentierten Hugging-Face-Repositories. URLs,
Dateinamen und SHA256 stehen vollständig in config/install.env.example.
Der Installer lädt jede identische Datei nur einmal und löscht vorhandene
Modelle nicht.
Open-WebUI-Daten liegen in einem Docker-Volume und müssen separat gesichert werden. Geheimnisse und Chatdaten gehören nie in Git.