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Checkliste für einen unbeaufsichtigten Standort

Athena wird ohne lokales KVM betrieben. Vor dem Transport müssen Betriebssystem, UEFI und Heimtunnel gemeinsam geprüft werden. Keine einzelne Maßnahme ersetzt die anderen.

UEFI des ASUS PRIME B550-PLUS

Im UEFI mit F7 in den Advanced Mode wechseln und unter Advanced > APM Configuration setzen:

  • Restore AC Power Loss: Power On
  • Power On By PCI-E: Enabled
  • ErP Ready: Disabled (sonst kann Wake-on-LAN abgeschaltet werden)

Empfohlen ist zusätzlich ein kontrollierbarer Zwischenstecker. Nach einem erzwungenen Aus- und Wiedereinschalten der Netzspannung startet Athena durch Restore AC Power Loss = Power On selbständig. Der Zwischenstecker darf nicht für normale Neustarts verwendet werden.

Debian

Der Installer aktiviert standardmäßig den vorhandenen SP5100-Hardware-Watchdog mit 60 Sekunden und konfiguriert Wake-on-LAN für das in WAKE_ON_LAN_INTERFACE genannte Interface. Das primäre Interface wird sowohl beim Boot als auch bei einem später erkannten Kabel aktiviert. SSH und Docker müssen aktiviert sein.

Die physische Netzwerkkarte wird über ihre permanente MAC-Adresse erkannt und durch /etc/systemd/network/10-athena-lan.link fest lan0 genannt. Damit ändert sich der produktive Interface-Name nicht, wenn Grafikkarten oder andere PCIe-Geräte ergänzt oder entfernt werden. Nach der erstmaligen Einrichtung beendet sich der Installer mit Exit-Code 21; nach dem erforderlichen Neustart wird derselbe Installationsbefehl erneut ausgeführt.

Vor dem Transport prüfen:

systemctl is-enabled ssh docker mike-ai-container-vpn-guard
systemctl is-active ssh docker mike-ai-container-vpn-guard
ip link show lan0
ethtool lan0 | grep Wake-on
systemctl show -p RuntimeWatchdogUSec
docker inspect -f '{{.State.Health.Status}}' mike-ai-wireguard-gateway
docker exec mike-ai-wireguard-gateway wg show wg0 latest-handshakes

Erwartet werden enabled, active, Wake-on: g, ein Watchdog-Wert von einer Minute sowie ein aktueller WireGuard-Handshake.

Netzwerk und VPN

  • Der physische Anschluss bezieht seine Adresse per DHCP; im Standortnetz muss dafür eine Freigabe bzw. Registrierung existieren.
  • SSH bleibt auf der Standort-Schnittstelle erreichbar, akzeptiert aber nur Public-Key-Anmeldungen. Vor dem Transport muss der Schlüsselzugriff getestet werden.
  • Zusätzlich stellt das WireGuard-Gateway unter seiner VPN-Adresse Port 22 als key-only SSH-Notweg zum Host bereit. Der Listener ist explizit an wg0 gebunden und wird nicht auf dem Standort-Interface veröffentlicht.
  • Der WireGuard-Tunnel muss vor dem Transport erfolgreich aufgebaut und von zuhause erreichbar getestet sein.
  • Für WireGuard braucht Athena keine eingehende Portfreigabe am Standort: Der Host baut den Tunnel mit PersistentKeepalive = 25 nach Hause auf.
  • Wake-on-LAN funktioniert über Stadtgrenzen nur, wenn ein Gerät im Standortnetz das Magic Packet senden darf. Der robuste Notweg ist deshalb der steuerbare Zwischenstecker plus Restore AC Power Loss = Power On.
  • SSH über das Standortnetz erst dann einschränken, wenn der VPN-Notweg nach einem echten Neustart nachweislich funktioniert.

Pflichtproben vor Abfahrt

  1. Normaler Neustart: VPN, SSH, Docker, Open WebUI und Medium-Profil kommen zurück.
  2. Rechner sauber herunterfahren und per Wake-on-LAN einschalten.
  3. Netzspannung bei laufendem Rechner trennen, 30 Sekunden warten, wieder einschalten: Athena bootet automatisch vollständig hoch.
  4. mike-ai-wireguard-gateway stoppen: Container-Egress muss scheitern; Gateway wieder starten und aktuellen Handshake prüfen.
  5. Von zuhause aus ausschließlich über die spätere VPN-Adresse zugreifen. Dabei sowohl Open WebUI als auch ssh root@<WIREGUARD-IP> prüfen.

Ohne erfolgreich getesteten WireGuard-Tunnel und die UEFI-Stromoptionen gilt der Host nicht als bereit für einen unbeaufsichtigten Standort.