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AI-Profile-Router/docs/OPERATIONS.md
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# Betrieb
## OpenWebUI-Filter und Stabilitätsschutz
Die versionierten Filter liegen unter `platform/openwebui/filters/`. Ihre
Reihenfolge ist absichtlich festgelegt:
1. `Reasoning Default Off`, Priorität 10: setzt jeden Request zunächst auf
`reasoning_effort=none`.
2. `Thinking`, Priorität 20: läuft nur bei aktiviertem Brain-Schalter und
überschreibt den Standard mit Low, Medium oder High.
3. `MikeAI Auto Tool Selector`, Priorität 25: betrachtet ausschließlich die
jüngste Nutzernachricht und stellt pro Anfrage höchstens zwei passende MCPs
bereit. Er erkennt Web, GitHub, Home Assistant, Sonarr/Radarr, Navidrome,
Unraid-Diagnose und Athena-Plattformwissen. Manuell gewählte Werkzeuge
bleiben erhalten. MUA mit erweiterten Verwaltungsrechten wird nie
automatisch zugeschaltet. Die Auswahl eines MCP ist ausdrücklich keine
Freigabe für eine Zustandsänderung.
4. `MikeAI Stability Guard`, Priorität 30: begrenzt einzelne und gesamte
Werkzeugresultate, verdichtet bei Bedarf zuerst alte Tool-Ausgaben und
Dialogteile und stoppt identische beziehungsweise ausufernde Tool-Schleifen.
5. `MikeAI Secret Redaction`, Priorität 40: entfernt übliche API-Keys, Tokens,
Passwörter, JWTs und private Schlüssel aus Tool-Ergebnissen, bevor sie das
Modell erreichen, sowie aus fertigen Modellantworten. Nutzereingaben und
Authentifizierungswege werden nicht verändert.
6. `MikeAI Spoken Tool Status`, Priorität 80: erkennt den ersten echten
Werkzeugaufruf eines Antwortlaufs und löst im Browser genau eine kurze,
passende Ansage für Web, Unraid, Home Assistant, Medienverwaltung oder
sonstige Werkzeuge aus. Die fünf MP3-Clips sind vorgerendert und liegen
unter `platform/openwebui/theme/tool-status/`; dadurch blockiert die Ansage
weder XTTS noch das Werkzeug. Sie wird nur abgespielt, wenn der Benutzer in
OpenWebUI die automatische Sprachausgabe aktiviert hat. Endet ein sehr
schneller Lauf innerhalb der kurzen Wartezeit, wird die Ansage verworfen.
7. `MikeAI Local Performance Metrics`, Priorität 90: erfasst nach Abschluss
ausschließlich technische Zahlen wie Laufzeit, Tokenzähler, Token/s und
Tool-Anzahl. Nutzer-, Chat- und Nachrichten-IDs sowie sämtliche Textinhalte
werden weder geschrieben noch gehasht gespeichert.
OpenWebUI sortiert kleinere Prioritäten zuerst. Nach dem ersten Anlegen eines
Admin-Benutzers oder nach einer Datenwiederherstellung werden alle Filter mit
einer vorherigen Datenbanksicherung installiert beziehungsweise aktualisiert:
```bash
sudo /opt/mike-ai/stack/platform/openwebui/install-filters.sh
```
Die sichtbaren Arbeitsbereichsmodelle und die versteckten Router-Aliase werden
separat und ebenfalls mit vorheriger Datenbanksicherung installiert:
```bash
sudo /opt/mike-ai/stack/platform/openwebui/install-models.sh
```
Dadurch erscheinen ausschließlich `MikeAI · Fast`, `MikeAI · Medium`,
`MikeAI · Large`, `MikeAI · Ultra` und `MikeAI · Uncensored`. Medium ist die Standardauswahl. Alle
fünf erhalten die geprüften Filter und Quick Actions sowie Piper-Stimme
`alloy`. Vision ist bei Fast, Medium, Large und Uncensored aktiviert; Ultra bleibt
bewusst text-only. Bildgenerierung wird erst als Fähigkeit freigeschaltet,
wenn ein echter Generator-Worker im Stack aktiv ist. Kein MCP ist statisch an
jedes Profil gebunden. Der Auto Tool Selector stellt nur die zur jüngsten
Anfrage passenden Werkzeuge bereit, damit irrelevante Schemas weder Kontext
verbrauchen noch die Werkzeugwahl des Modells verschlechtern. Eine manuelle
Auswahl im Chat bleibt zusätzlich möglich.
Die Auswahl arbeitet bewusst regelbasiert und lokal. Sie sendet keine Texte an
einen Klassifizierungsdienst, speichert keine Prompts und führt selbst keine
Werkzeugaktion aus. Erkennt sie keine eindeutige Absicht, wird kein MCP
automatisch ergänzt. Schreibende oder kritische Rechte werden weiterhin durch
das jeweilige MCP, Bestätigungsregeln und die manuelle MUA-Auswahl begrenzt.
Alle fünf Modelle erhalten außerdem dieselbe Evidenzregel: Aussagen über
aktuelle externe oder Systemzustände benötigen im aktuellen Turn einen
erfolgreichen Aufruf des zuständigen Fachwerkzeugs. Task-Verwaltung zählt nicht
als Datenquelle. Fehlt das Werkzeug oder schlägt es fehl, muss das Modell die
fehlende Verifikation offen nennen, statt Werte oder Diagnosen zu erfinden.
Bei mehreren Administratoren muss der gewünschte Eigentümer explizit über
`OPENWEBUI_FILTER_OWNER_ID` gesetzt werden. Das Skript liest oder verändert
keine Chats. Es deaktiviert zugleich global die automatisch erzeugten
Folgefragen (`task.follow_up.enable=false`). Dieselbe Vorgabe steht zusätzlich
als Container-Umgebungswert im Compose-Stack, damit bereits eine frische
OpenWebUI-Datenbank ohne Folgefragen startet.
Der Stabilitätsschutz kennt die fünf Profilgrenzen 76.800, 80.000, 160.000,
192.000 und 262.144 Token. Für unbekannte Modelle gilt Medium (160.000) als sichere
Vorgabe. Er reserviert Ausgabetoken und greift vor der harten llama.cpp-Grenze
ein. Bilder bleiben unangetastet; JSON-Werkzeugschemas werden niemals
abgeschnitten. Sind allein die ausgewählten Schemas zu groß, wird der
Werkzeugzugriff nur für diesen Schritt deaktiviert und das Modell erhält eine
eindeutige Abschlussanweisung.
Die rotierende, inhaltsfreie Metrikdatei liegt im persistenten
OpenWebUI-Volume unter `mike-ai-request-metrics.jsonl` (maximal 5 MiB plus eine
Rotation). Sie darf für Benchmarks ausgewertet werden, ohne Chats auszulesen.
Die Werkzeugansagen enthalten weder Prompt- noch Ergebnistext und werden nicht
in die Unterhaltung oder den Modellkontext geschrieben. Der lokale
OpenWebUI-Browser-Event prüft die persönliche Einstellung
`responseAutoPlayback` über denselben Browser-Login. Ein Fehler, eine
Browser-Autoplay-Sperre oder ein fehlender Clip bleibt folgenlos für den Chat.
## Aktionen an Modellantworten
Die globale Action `MikeAI Quick Actions` ergänzt die Nachrichtenleiste um:
- `Kurzfassung`, `Als Checkliste`, `Technische Diagnose` und
`Unsicherheiten prüfen`: jeweils ein bewusster zusätzlicher lokaler
Modellaufruf, dessen Ergebnis unter der gewählten Antwort ergänzt wird.
- `Mit Thinking verbessern`: lokale erneute Prüfung mit Medium-Reasoning und
festem Thinking-Budget; Werkzeuge werden dabei nicht injiziert.
- `Quellen prüfen`: erstellt lokal eine knappe Suchanfrage, ruft ausschließlich
den internen Web-MCP auf und lässt Qwen die Antwort gegen dessen begrenzte,
als unvertrauenswürdig markierte Belege prüfen.
- `Markdown kopieren`: kopiert den gewählten Antworttext im aktiven Browser
ohne Modellaufruf und ohne serverseitige Datei.
Die Aktionen schreiben nicht in Git oder Zielsysteme und schalten keine
Routerprofile um. Action-Funktionen laufen mit Serverrechten; deshalb bleibt
der geprüfte Quellcode Bestandteil dieses Repositorys und wird nicht aus dem
Community Store nachgeladen.
## Profile
| Profil | Virtuelles Modell | Kontext | Zweck |
|---|---|---:|---|
| Fast | `qwen-fast` | 76.800 | Alltag, Agenten, hohe Geschwindigkeit, integrierte Vision |
| Medium **(Standard)** | `qwen-medium` | 160.000 | IQ4_XS Pure, beide GPUs 90:10, MTP3, integrierte Vision |
| Large | `qwen-large` | 192.000 | IQ4_XS Pure, beide GPUs 86:14, MTP3, integrierte Vision |
| Ultra | `qwen-ultra` | 262.144 | maximaler Textkontext, IQ4_XS Pure auf RTX 5080 + RTX 3060 (80:20), ohne Vision-Projektor |
| Uncensored | `qwen-uncensored` | 80.000 | Abliterated Q4_K_M, 90:10, MTP2, integrierte Vision; nicht Default |
Manuell wird mit `llama-profile fast|medium|large|ultra|uncensored` gewechselt. Über HTTP stehen
`POST /fast`, `/medium`, `/large`, `/ultra` und `/uncensored` zur Verfügung. Ultra erreichte im
Referenzlauf etwa 68 Token/s; ein Prompt-Fülltest mit rund 220.000 Tokens war
erfolgreich. Medium ist das Start- und Standardprofil.
Uncensored reduziert modellseitige Verweigerungen, hebt aber keinerlei
Tool-Rechte auf. Destruktive Aktionen benötigen weiterhin Bestätigung und die
zentralen Secret-, Prompt-Injection- und Tool-Output-Filter bleiben aktiv.
## Clients
Clients verbinden sich mit:
```text
http://<FRITZ-VPN-IP>:8081/v1
```
Als API-Key verwenden sie den Inhalt von `/etc/mike-ai/router-api-key` über
Bearer-Authentifizierung. Der Key gehört in den Secret-Store des Clients,
nicht in Chat, Repository oder URL. Eine Rotation erfolgt atomar durch
Ersetzen der Datei und Neustart des Routerdienstes.
Sie sollen nicht direkt Port 8080 verwenden, weil sie sonst Profilumschaltung,
Vision, Bildgenerierung, STT und TTS umgehen.
## Status
- `GET /health`: Routerprozess lebt; bleibt bei geplantem Hotswap grün
- `GET /ready`: Router und Textmodell sind einsatzbereit
- `GET /status`: authentifizierter Detailstatus, Profil, Upstream, aktive Jobs
- `GET /v1/models`: virtuelle Modelle
- llama.cpp-Metriken: ausschließlich Docker-intern abfragen
- systemd-Journal: nur Metadaten und Fehler prüfen; keine Promptinhalte sammeln
## Upgrade-Regel
Niemals Build, Quantisierung und Profil gleichzeitig ändern. Immer genau eine
Variable ändern und anschließend denselben Benchmark ausführen.
Profilkontext und Alias werden zusätzlich in
`/etc/mike-ai/router-profiles.json` gepflegt. Änderungen an Override und
Registry gehören in denselben getesteten Commit; andernfalls verweigert die
Readiness bewusst die Freigabe.
## Fehler- und Recovery-Verhalten
- Ein Profilwechsel bricht ab, wenn laufende Chats nicht innerhalb des
Drain-Timeouts enden. Er beendet niemals absichtlich einen Chat.
- Nach einem Routerabsturz wird das letzte stabile Profil aus der atomaren
Zustandsdatei rekonstruiert.
- `/health = 200`, aber `/ready = 503` bedeutet: Router lebt, Modell ist noch
nicht bereit oder wird gerade gewechselt.
- `429` bedeutet, dass die Parallelitätsgrenze erreicht ist; der Client soll
mit Backoff erneut versuchen.
## Kapazitätsregeln
- Systempartition dauerhaft unter 85 Prozent halten.
- Mindestens 1 GiB Sicherheitsreserve für allgemeine GPU-Profile vorsehen;
experimentelle Max-GPU-Profile klar kennzeichnen.
- Nur ein Textmodell gleichzeitig laden.
- Benchmarks sind deaktivierte, manuell gestartete Jobs und keine Boot-Dienste.
## Backup
Gesichert werden:
- dieses Repository,
- lokale Modellmanifest-Datei mit Hashes, aber ohne Secrets,
- `/etc/mike-ai` verschlüsselt,
- systemd-Konfiguration,
- Benchmarkresultate.
Nicht gesichert werden müssen Build-Verzeichnisse, Venvs, Caches oder Modelle,
wenn Downloadquelle und Prüfsumme dokumentiert sind.