6.3 KiB
Zielarchitektur des neuen KI-Hosts
Grundsatz
Der Host läuft auf Debian 13. Das Betriebssystem darf im Universitätsnetz administrierbar bleiben; die KI-Plattform wird ausschließlich an die WireGuard-Adresse gebunden. KI-Container erreichen Heimnetz und Internet über den Heim-WireGuard-Peer. Bei Tunnelausfall verhindert eine Blackhole-Route den unbeabsichtigten Rückfall auf das Universitätsgateway.
Heimnetz / VPN-Clients
|
WireGuard
|
10.77.0.2:8080 Open WebUI
10.77.0.2:8081 Profile Router API
|
Docker-intern
+-- Profile Controller -- Docker Socket (feste Allowlist)
+-- llama-fast --\
+-- llama-medium > exakt einer aktiv
+-- llama-long --/
+-- llama-experimental
+-- internes MCP-Netz
+-- Web-MCP + TinySearch + SearXNG
+-- Home-Assistant-MCP-Relay
+-- ARR-MCP
+-- Unraid-MCP
Container und Vertrauensgrenzen
| Komponente | Außen erreichbar | Aufgabe |
|---|---|---|
| Open WebUI | nur WireGuard, Port 8080 | Chat-Oberfläche |
| Profile Router | nur WireGuard, Port 8081 | OpenAI-API und Profilwahl |
| Profile Controller | nein | startet ausschließlich vier bekannte Profile |
| llama.cpp Profile | nein | Inferenz, Tool Calling, integrierte Vision |
| MCP-Tool-Stack | nein | voneinander getrennte Werkzeugbereiche |
| SearXNG/TinySearch | nein | Suchbackend des Web-MCP |
Nur der Profile Controller erhält den Docker-Socket. Der Router erhält weder
Socket noch Shell-Zugriff und kann dem Controller nur fast, medium, long
oder experimental übergeben. Die llama-Container laufen ohne UI,
Capabilities und Schreibzugriff auf die Modelldateien.
Profilprinzip
Alle Profile verwenden dasselbe selbst gebaute llama.cpp-Image. Separate, normalerweise gestoppte Containerdefinitionen halten Parameter wie Kontext, MTP und CPU-Offload reproduzierbar. Ein Wechsel stoppt das alte Profil und startet genau einen bereits angelegten Container. Dadurch lassen sich Profile einzeln verändern oder duplizieren, ohne vier Modelle parallel im VRAM zu halten.
| Profil | Ausgangswert | Zweck |
|---|---|---|
| fast | 76.800 Kontext, MTP | mindestens ungefähr 80 Token/s anstreben |
| medium | 94.208 Kontext | mehr Kontext ohne CPU-FFN-Offload |
| long | 131.072 Kontext | maximale Nutzbarkeit, CPU-Offload erlaubt |
| experimental | 76.800 Kontext | isolierte Tests ohne Produktion zu ändern |
Diese Werte sind reproduzierbare Startwerte, keine Garantie. Nach Einbau der RTX 3060 werden sie auf dem Zielhost erneut gemessen. Die zweite Karte wird nicht automatisch in die Produktionsprofile aufgenommen.
Netzwerk
- Docker-Netze liegen ausschließlich unter
172.30.0.0/16. - Open WebUI und Router binden an
AI_BIND_ADDRESS, die WireGuard-IP. - Quellrouting schickt KI-Container in Tabelle 51820 über WireGuard.
- Eine Blackhole-Default-Route bleibt als Fail-Closed-Fallback bestehen.
- Firewallregeln gestatten aus dem VPN nur die beiden veröffentlichten Ports.
- Der Host routet weder Universitätsverkehr ins Heimnetz noch Heimverkehr ins Universitätsnetz.
- Das Heimnetz muss die Rückroute zur WireGuard-Adresse kennen. Soll auch der Internetzugang der KI über zuhause laufen, braucht der Heim-Peer zusätzlich IP-Forwarding und NAT ins Heim-WAN.
Optionale Erweiterungen
Bildgenerierung, Whisper und TTS benötigen eigene Modelle und bleiben im
Basissystem deaktiviert. Home Assistant, ARR und Unraid sind vorbereitete
MCP-Profile: Sie werden erst gestartet, wenn die jeweilige root-only
Secret-Datei vorhanden ist. Multimodale Bildanalyse erfolgt direkt über Qwen
plus Projektor. Nicht installierte Worker-Endpunkte antworten klar mit
feature_disabled, statt alte systemd-Pfade aufzurufen.
Zentrale MCP-Werkzeugebene
Werkzeuge werden nicht in llama.cpp eingebaut. Sie laufen als eigene, zentrale MCP-Container. Open WebUI greift intern darauf zu. Für externe Clients wie Hermes wird später ein authentifizierter MCP-Gateway über WireGuard vorgeschaltet; die unauthentifizierten internen Ports werden niemals direkt veröffentlicht. So können alle Oberflächen dieselben geprüften Werkzeuge verwenden, ohne Secrets zu duplizieren.
Die Trenneinheit ist ein Container pro Fachbereich und Vertrauensstufe – nicht ein Container pro einzelner Funktion und nicht ein gemeinsamer Allzweck-MCP mit sämtlichen Zugangsdaten.
Open WebUI ── internes Netz ───────────┬── web-mcp
├── home-assistant-mcp
├── arr-mcp
└── unraid-mcp-read
Hermes Agent ─ WireGuard ─┐
weitere MCP-Clients ──────┴── mcp-gateway (später) ── dasselbe interne Netz
| Container | Werkzeugbereich | Standardrecht |
|---|---|---|
web-mcp |
Websuche, Seitenabruf, GitHub/Hugging Face | nur lesen |
home-assistant-mcp-read |
Entities, Bereiche, Historie, Diagnose | nur lesen |
home-assistant-mcp-write |
kontrollierte HA-Änderungen | Preview/Approval |
arr-mcp-read |
Sonarr/Radarr-Status und Releasesuche | nur lesen |
arr-mcp-write |
Suche fehlender Episoden über Sonarr-Indexer | Preview/Approval; Monitoring unverändert |
unraid-mcp-read |
System-, Container- und begrenzte Logdiagnose | nur lesen |
unraid-mcp-admin |
eng definierte Verwaltungsaktionen | bewusst aktivieren |
sandbox-mcp |
temporäre Code- und Dateiarbeit | isolierter Arbeitsraum |
mcp-gateway |
Auth, Routing, Limits und Werkzeugauswahl | keine Fach-Secrets |
Read- und Write-Instanzen dürfen dasselbe Image verwenden, laufen aber mit unterschiedlichen Tokens, Netzwerkzugriffen und Werkzeug-Allowlisten. Der Gateway besitzt keine HA-, ARR- oder Unraid-Secrets. Er authentifiziert Clients, routet zum zuständigen MCP und begrenzt Antwortgröße, Laufzeit und Aufrufrate.
Eine allgemeine Host-Shell ist ausdrücklich ausgeschlossen. sandbox-mcp
läuft ohne Docker-Socket, ohne Infrastruktur-Secrets und nur mit einem
begrenzten Arbeitsverzeichnis. Administrative Aktionen werden als feste,
prüfbare Werkzeuge mit Vorschau und Freigabe modelliert.
Clients aktivieren nur die für den aktuellen Chat benötigte Werkzeuggruppe. Das reduziert Tool-Schemas, Kontextverbrauch und Fehlaufrufe kleiner Modelle.