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AI-Profile-Router/docs/TOOLING_RELIABILITY_2026-08-24.md
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# Werkzeug-Zuverlässigkeit – Umbau vom 24. August 2026
## Anlass
Mehrere reale Aufgaben scheiterten nicht am Qwen-Modell, sondern an der
Werkzeugschicht: öffentliche Suchen lieferten leere oder veraltete Resultate,
ein rekursiver GitHub-Baum verdrängte die Antwort aus dem Kontext, eine private
Bank-CSV wurde als Knowledge-Quelle statt als Tabelle behandelt und ein nicht
erreichbarer Home-Assistant-Endpunkt provozierte Wiederholungen. Das System
benötigte deshalb kleinere, klarere Werkzeuge und harte Abbruchgrenzen.
## Verbindliche Lösung
1. Allgemeine öffentliche Recherche verwendet Open WebUIs native
`search_web`- und `fetch_url`-Werkzeuge. Für Hermes/Pi steht TinySearch
direkt auf VPN-Port 8203 bereit; der eigene Web-MCP ist nur Rollback.
2. Der offizielle GitHub-MCP bietet genau drei read-only Werkzeuge:
`search_repositories`, `search_code` und `get_file_contents`. Rekursive
Komplettbäume sind ausgeschlossen.
3. Private CSV-/Excel-Dateien werden ausschließlich mit dem lokalen
Code-Interpreter und pandas/openpyxl ausgewertet. Web, MCP und Knowledge/RAG
erhalten keine Dateiinhalte oder daraus abgeleitete Suchbegriffe. Der Filter
leert dafür die MCP-Auswahl und deaktiviert `features.web_search`; im
installierten OpenWebUI-Code läuft der Filter nachweislich vor der
Webwerkzeug-Injektion. Vor `pandas.read_csv` werden Rohvorschau, Kodierung,
Trennzeichen, Kopfzeile, Metadatenzeilen, Dezimal- und Datumsformat erkannt;
damit führen deutsche Bankexporte nicht mehr unnötig zuerst zu einem
ParserError wegen einer falschen Spaltenzahl. Tabellenanalysen sollen im
Regelfall mit einer Erkennungs- und einer Auswertungsrunde auskommen.
4. Pro Antwort sind höchstens 48 interne Werkzeugrunden und 40 tatsächlich
ausgeführte Einzelaufrufe erlaubt. Pro Werkzeugname sind höchstens zwölf
Aufrufe zulässig; identische Argumente dürfen einmal wiederholt werden und
werden beim dritten Versuch unterdrückt. Die zusätzlichen internen Runden sind
Synthesepuffer und erhöhen nicht das Ausführungsbudget. Das abgeleitete,
reproduzierbar gebaute OpenWebUI-Image verwendet die letzte Runde zwingend
als werkzeugfreie Synthese. Erzeugt das Modell trotz entfernter Schemata
noch einmal werkzeugförmige Ausgabe, folgt genau ein zweiter, ebenfalls
werkzeugloser Syntheseversuch. Statt `Tool-call limit reached` ohne Ergebnis
erhält der Benutzer deshalb eine sichtbare Antwort aus den vorhandenen
Befunden samt ehrlicher Angabe fehlender Belege. Inlet-Filter allein können
dies nicht erzwingen, weil sie zwischen OpenWebUIs internen Werkzeugrunden
nicht erneut ausgeführt werden. Seit OpenWebUI-Derivat V7 sitzt die
Größenbegrenzung deshalb direkt in der internen Fortsetzungsschleife: ein
einzelnes Resultat ist auf 12.000, alle Resultate zusammen auf 64.000
Zeichen begrenzt. Zitate und sichtbarer Werkzeugstatus werden zuvor
verarbeitet; das Modell erhält eine markierte Kopf-/Ende-Verdichtung.
Die Basis ist unveränderlich auf OpenWebUI-Revision
`01f4282f1ffe0d6212f58d3afbeae21fffd0c4be` beziehungsweise Image-Digest
`sha256:6a773e5c3a246b65cbe74ce942b294292c0e5f81c138f703d111bc162f7d7c3d`
gepinnt. Das zuvor dokumentierte `v0.9.5` war nicht der tatsächlich
migrierte Datenbankstand und darf für diese Datenbank nicht verwendet werden.
5. Repository-Prüfungen beginnen mit README/Wurzel, verwenden anschließend
gezielte Code-Suchen und öffnen nur relevante Treffer. Eine
konkrete Laufzeitinstanz wird genau einmal über ihr Fachwerkzeug geprüft.
6. Der Home-Assistant-MCP behält den TLS-Namen `ha.casaderoll.de`, routet ihn
im Container aber auf `HOME_LAN_PROXY_IP` im Heimnetz. Dadurch funktioniert
er auch vom Außenstandort über WireGuard.
7. Task-Management ist keine Faktenquelle und wird nicht für einzelne Fragen,
Nachschlageaufgaben oder Dateianalysen verwendet.
8. Mehrdomänen-Aufgaben erhalten automatisch die passenden Fachkataloge und
ein begrenztes Qwen-Reasoning-Budget. Einfache Ein-Domänen-
Aufgaben bleiben im schnellen Non-Thinking-Modus. Alle llama.cpp-Profile
bewahren Reasoning-Zustand zwischen Werkzeugrunden (`--reasoning-preserve`).
9. Wiederkehrende Fachsuchen werden serverseitig gebündelt: Home Assistant
inventarisiert auskommentierte YAML-Blöcke in einem Aufruf; MUA durchsucht
Community Applications mit mehreren Namensvarianten in einem Feed-Durchlauf
und filtert Containerlogs mit mehreren `focus_terms` in einem Aufruf.
## Abnahme
- OpenWebUI-Filtertests: 36
- Web-MCP-Tests: 9
- Athena-Operator-Tests: 13
- Platform-Context-Test: bestanden
- MCP-Katalog-TÜV: Handshake, Toolanzahl, Schema-Größe, Regex-Muster und
verbotene Tools; keinerlei fachliche Toolaufrufe
- Gesamttest des Routers: Profile, Streaming, Tools, Bild, Sprache und
Fehlerwiederherstellung
Der wiederholbare MCP-Test lautet:
```bash
sudo /opt/mike-ai/stack/dev/verify_mcp_catalogs.sh
```
Er muss mit `MCP_CATALOG_SUITE_OK` enden.
## Reale Browserabnahme
Die angemeldete OpenWebUI-Sitzung bestand am 24. August 2026 folgende Läufe:
- unbekannte Website MakerWorld über native Suche plus TinySearch 0.6.1
- GitHub-Repository plus vorhandener Unraid-Container plus Athena-Planung
- mehrstufige Home-Assistant-YAML-Analyse ohne Vollinventar
- bewusst angeforderte 223-KB-Klasse einer Home-Assistant-Zustandsliste; V7
lieferte trotz 2.169 Zuständen nach 30,9 Sekunden eine sichtbare Kurzantwort
## Noch manuell zu prüfen
Ein echter Browsertest mit einer bewusst synthetischen CSV benötigt eine
angemeldete OpenWebUI-Sitzung. Nach Login wird eine harmlose Beispieltabelle
hochgeladen und geprüft, dass die Antwort sichtbare Summen enthält und in der
Werkzeuganzeige ausschließlich lokale Datei-/Codewerkzeuge erscheinen. Für
diesen Test dürfen niemals echte Bankdaten verwendet werden.
## Rollback
Vor dem Live-Umbau liegt die Quell- und Konfigurationssicherung unter
`/data/mike-ai-recovery/pre-tooling-upgrade-20260823-235527`. OpenWebUIs
Datenbank wurde zusätzlich unmittelbar vor Filter- und Modellinstallation
gesichert. Ein Rollback betrifft ausschließlich Werkzeug-/OpenWebUI-Dateien;
Netzwerk, SSH, WireGuard, Kernel, GPU-Treiber und Bootkonfiguration wurden nicht
verändert.