Zentrale MCP-Werkzeugebene
MCP-Werkzeuge sind keine llama.cpp-Startparameter. Sie laufen als kleine, voneinander getrennte Container und werden von OpenWebUI, Hermes oder einem anderen MCP-Client gezielt ausgewählt. Das hält Tool-Schemas aus normalen Prompts heraus, verhindert den früher beobachteten Kontextverbrauch von über 200.000 Tokens und macht Werkzeuge unabhängig vom geladenen Modellprofil.
Container
| Container | Endpunkt im Netz mike-ai-tools |
Zweck | Standard |
|---|---|---|---|
mcp-web |
http://mike-ai-mcp-web:8000/mcp |
kompakte Websuche und Quellenvergleich | an |
mcp-homeassistant |
http://mike-ai-mcp-homeassistant:8000/mcp |
Relay zum nativen HA-MCP; Token bleibt serverseitig | Profil homeassistant |
mcp-arr |
http://mike-ai-mcp-arr:8000/mcp |
Sonarr/Radarr/Prowlarr mit serverseitiger Policy | Profil arr |
mcp-unraid-official |
http://mike-ai-mcp-unraid-official:8000/mcp |
offizieller, read-only begrenzter Unraid-Zugang | Profil unraid |
mcp-unraid-ssh |
http://mike-ai-mcp-unraid-ssh:8000/mcp |
erweiterte Diagnose über einen erzwungenen SSH-Befehl | optional (extended) |
Die drei Websuch-Container verwenden AI_DNS aus
/etc/mike-ai/stack.env. Der Web-MCP hängt zusätzlich am getrennten
mike-ai-tools-egress-Netz, weil er gefundene öffentliche Seiten nach der
SSRF-Prüfung selbst abrufen muss. Ohne diese beiden Einstellungen kann die
Werkzeugauswahl korrekt wirken, während alle Suchmaschinen und Seitenabrufe
gleichzeitig fehlschlagen.
TinySearch bleibt als Ganzes read-only. Nur das flüchtige tmpfs-Verzeichnis
/home/tinysearch/.crawl4ai ist beschreibbar, weil Crawl4AI dort seinen
temporären Browser- und Sitzungszustand erzeugt. Es wird bei jedem
Container-Neustart vollständig verworfen.
TinySearch und SearXNG sind interne Abhängigkeiten des Web-MCPs und werden nicht direkt als allgemeine Werkzeuge angeboten.
Die vier Open-WebUI-Profile Fast, Medium, Large und Ultra binden den Server als
server:mcp:web-local standardmäßig ein. Damit steht die begrenzte lokale
Websuche in jedem neuen Chat zur Verfügung, ohne zusätzlich Open WebUIs
separate eingebaute Websuche zu aktivieren. Das Modell entscheidet weiterhin,
ob eine aktuelle Frage tatsächlich einen Werkzeugaufruf benötigt.
Ein gemeinsamer Systemhinweis der vier Profile verlangt Webprüfung bei aktuellen, veränderlichen oder wesentlich unsicheren Tatsachen. Stabiles Allgemeinwissen soll ohne unnötige Suche beantwortet werden. Die Anweisung fordert gezielte statt wiederholter Synonymsuchen, Quellenlinks, transparente Unsicherheit und behandelt Webseiteninhalte grundsätzlich als nicht vertrauenswürdige Daten statt als Anweisungen.
Entscheidungshilfe für das Modell
Die Server- und Werkzeugbeschreibungen grenzen die Zuständigkeiten absichtlich deutlich voneinander ab. Das Modell soll pro Aufgabe zunächst genau einen passenden Server wählen:
| Aufgabe | Werkzeugserver | Nicht zusätzlich verwenden |
|---|---|---|
| Aktuelle öffentliche Informationen, Quellen, GitHub/Hugging Face, Produkte | Web | HA, ARR, Unraid |
| Entitäten, Zustände, Historie, Automationen und Dashboards | Home Assistant | Web, Unraid |
| Serien, Filme, fehlende Episoden und Indexer-Releases | Sonarr und Radarr | Web |
| Lesende NAS-, Docker-, Array-, Netzwerk- und Logdiagnose | Unraid (Systemdiagnose) | MUA |
| Ausdrücklich benötigte MUA-Verwaltungsaktion | MUA | Unraid-Diagnose nicht parallel |
Ein leeres Ergebnis ist kein Grund, dieselbe Frage über mehrere unpassende Werkzeuge oder leicht veränderte Suchbegriffe erneut auszuführen. Das Modell soll die Grenze transparent nennen und gezielt nachfragen, wenn eine Freigabe oder ein anderes Werkzeug benötigt wird.
Sicherheitsmodell
- Kein MCP-Port wird auf eine Host-Adresse veröffentlicht.
- Nur Clients im privaten Docker-Netz
mike-ai-toolserreichen die Endpunkte. - Secrets bleiben in Dateien unter
/etc/mike-aiund werden read-only eingehängt. Sie gehören weder in Git noch in OpenWebUI-Tooldefinitionen. - Jeder Container ist read-only, verliert Linux-Capabilities und hat
no-new-privileges. - Der SSH-basierte Unraid-Container ist nicht Teil des Standardstarts.
- Ein allgemeiner Host-Shell-MCP wird bewusst nicht angeboten.
Start
sudo platform/mcp/install-tools.sh
Der Grundstart enthält nur Websuche. Bereits konfigurierte Fachbereiche werden explizit ergänzt:
Das Skript erkennt vorhandene Secret-Dateien und aktiviert dadurch automatisch
homeassistant, arr und unraid. Ohne Fach-Secrets startet nur der sichere
Webbereich.
Für den derzeit migrierten Container kann der Name Open-WebUI lauten. Der
Netzwerkbefehl ist idempotent zu behandeln.
Die lokale Installation benötigt die vorhandenen Secret-Dateien:
/etc/mike-ai/homeassistant-admin-mcp.env
/etc/mike-ai/arr-mcp.env
/etc/mike-ai/runraid/.env
Die erweiterte Unraid-Diagnose benötigt zusätzlich die Konfigurationsdatei,
den eingeschränkten Schlüssel und die bekannte Hostsignatur. Sie wird nur mit
--profile extended gestartet.
TinySearch speichert sein lokales Embedding-Modell in einem Docker-Volume.
Nach einer Erstinstallation wird das Modell einmalig im Container mit
tinysearch setup geladen. Das Volume bleibt bei Containerupdates erhalten.
Client-Auswahl
Werkzeuge werden nicht pauschal an jedes Modell gehängt. Für Home-Assistant- Fragen wird HA ausgewählt, für Medien ARR, für Recherche Web und für die NAS Unraid. Mehrere Werkzeuge werden nur aktiviert, wenn die Aufgabe tatsächlich mehrere Bereiche verbindet.
Schreibende Aktionen bleiben hinter der jeweiligen serverseitigen Policy und einem Vorschau-/Bestätigungsablauf. Ein Client-Schalter allein darf niemals eine read-only Policy aufheben.
Sonarr: sichere Episodensuche
Der lokale Sonarr-Patch stellt bewusst keine freie Sonarr-Command-API bereit. Der erlaubte Schreibablauf ist eng auf fehlende Episoden begrenzt:
preview_episode_searchbekommt Serien-ID, Staffel und die exakten Episodennummern. Es liest Sonarr-Metadaten, entfernt bereits vorhandene Episoden und erzeugt eine konkrete Vorschau samt kurzlebigem Ticket.- Der Client zeigt diese Vorschau unverändert an. Ohne ausdrückliche Benutzerfreigabe endet der Ablauf hier.
start_episode_searchakzeptiert nur denselben Umfang,confirm=trueund das passende Ticket. Erst dann startet Sonarr eineEpisodeSearchüber die dort konfigurierten Indexer.
Der Ablauf ändert weder Serien- noch Staffel-Monitoring und erlaubt weder beliebige Commands noch direkte URL-/Release-Downloads. Tickets gelten zehn Minuten, sind einmalig und an genau die angezeigte Auswahl gebunden.