2.6 KiB
Notfallzugriff aus dem Universitätsnetz
Zweck
Der normale Zugang zu Open WebUI und den MCP-Endpunkten erfolgt ausschließlich über WireGuard. Falls vorübergehend ein administrativer Zugriff über die Standortverbindung erforderlich ist, werden die KI-Ports nicht im Universitätsnetz veröffentlicht. Stattdessen stellt ein kurzlebiger Proxy sie nur auf Athenas Loopback-Adresse bereit; ein authentifizierter SSH-Tunnel bringt sie verschlüsselt zum eigenen Rechner.
Dieser Weg eignet sich beispielsweise zur Diagnose eines gestörten VPN-Tunnels. Er verändert das Fail-Closed-Egress nicht: Ist die Fritzbox nicht erreichbar, funktionieren lokaler Chat und Administration, aber MCP-Zugriffe auf Heimnetz und Internet bleiben absichtlich blockiert.
1. Auf Athena aktivieren
Per SSH auf Athena anmelden und als root ausführen:
mike-ai-emergency-access start
mike-ai-emergency-access status
Die Ausgabe darf ausschließlich Bindings mit 127.0.0.1 zeigen. Verwendet
werden:
| Lokaler Port auf Athena | Ziel |
|---|---|
| 18080 | Open WebUI |
| 18090 | Web-MCP |
| 18091 | Home-Assistant-MCP |
| 18092 | ARR-MCP |
| 18093 | Unraid-MCP (read-only) |
Fehlende optionale MCP-Container werden übersprungen. Die Proxy-Container verwenden kein neues Image, keine Secrets und keine zusätzlichen Rechte. Sie besitzen keine Restart-Policy und verschwinden spätestens beim Hostneustart.
2. SSH-Tunnel auf dem eigenen Rechner öffnen
<UNI-IP-ODER-DNS> durch die aktuelle Standortadresse von Athena ersetzen:
ssh -N \
-L 18080:127.0.0.1:18080 \
-L 18090:127.0.0.1:18090 \
-L 18091:127.0.0.1:18091 \
-L 18092:127.0.0.1:18092 \
-L 18093:127.0.0.1:18093 \
-i ~/.ssh/athena_key root@<UNI-IP-ODER-DNS>
Das Terminal bleibt während der Nutzung geöffnet. Danach ist Open WebUI unter
http://127.0.0.1:18080 erreichbar. Die MCP-URLs lauten entsprechend
http://127.0.0.1:18090/mcp bis http://127.0.0.1:18093/mcp.
3. Sofort wieder schließen
Den SSH-Tunnel mit Ctrl+C beenden und auf Athena ausführen:
mike-ai-emergency-access stop
mike-ai-emergency-access status
Zusätzlich prüfen:
ss -lnt | grep -E ':(18080|18090|18091|18092|18093) '
Nach stop darf dieser Befehl nichts mehr ausgeben. Port 8080 und 8081 bleiben
während des gesamten Vorgangs an der physischen Standortadresse geschlossen.
Was ausdrücklich nicht gemacht wird
- kein Binding auf
0.0.0.0 - keine direkte Freigabe von 8080/8081 im Universitätsnetz
- keine Änderung der Fail-Closed-Routingregeln
- kein Fallback der MCPs auf das Universitäts-Internet
- keine dauerhafte Notfallfreigabe und kein automatischer Neustart der Proxys