# Betrieb ## Reasoning-Filter in OpenWebUI Die versionierten Filter liegen unter `platform/openwebui/filters/`. Ihre Reihenfolge ist absichtlich festgelegt: 1. `Reasoning Default Off`, Priorität 10: setzt jeden Request zunächst auf `reasoning_effort=none`. 2. `Thinking`, Priorität 20: läuft nur bei aktiviertem Brain-Schalter und überschreibt den Standard mit Low, Medium oder High. OpenWebUI sortiert kleinere Prioritäten zuerst. Nach dem ersten Anlegen eines Admin-Benutzers oder nach einer Datenwiederherstellung werden beide Filter mit einer vorherigen Datenbanksicherung installiert beziehungsweise aktualisiert: ```bash sudo /opt/mike-ai/stack/platform/openwebui/install-filters.sh ``` Bei mehreren Administratoren muss der gewünschte Eigentümer explizit über `OPENWEBUI_FILTER_OWNER_ID` gesetzt werden. Das Skript liest oder verändert keine Chats. ## Profile | Profil | Virtuelles Modell | Kontext | Zweck | |---|---|---:|---| | Fast | `qwen-fast` | 76.800 | Alltag, Agenten, hohe Geschwindigkeit, integrierte Vision | | Medium | `qwen-medium` | 94.208 | mehr Kontext, reine IQ4_XS-Variante | | Long | `qwen-long` | 131.072 | lange Hermes-/MCP-Sitzungen | Manuell wird mit `llama-profile fast|medium|long` gewechselt. Über HTTP stehen `POST /fast`, `/medium` und `/long` zur Verfügung. Für eine spätere Version ist `large` als Alias für `long` vorgesehen; bestehende Namen bleiben kompatibel. ## Clients Clients verbinden sich mit: ```text http://HOST:8081/v1 ``` Als API-Key verwenden sie den Inhalt von `/etc/mike-ai/router-api-key` über Bearer-Authentifizierung. Der Key gehört in den Secret-Store des Clients, nicht in Chat, Repository oder URL. Eine Rotation erfolgt atomar durch Ersetzen der Datei und Neustart des Routerdienstes. Sie sollen nicht direkt Port 8080 verwenden, weil sie sonst Profilumschaltung, Vision, Bildgenerierung, STT und TTS umgehen. ## Status - `GET /health`: Routerprozess lebt; bleibt bei geplantem Hotswap grün - `GET /ready`: Router und Textmodell sind einsatzbereit - `GET /status`: authentifizierter Detailstatus, Profil, Upstream, aktive Jobs - `GET /v1/models`: virtuelle Modelle - llama.cpp-Metriken: Port 8080, nur im administrativen Netz freigeben - systemd-Journal: nur Metadaten und Fehler prüfen; keine Promptinhalte sammeln ## Upgrade-Regel Niemals Build, Quantisierung und Profil gleichzeitig ändern. Immer genau eine Variable ändern und anschließend denselben Benchmark ausführen. Profilkontext und Alias werden zusätzlich in `/etc/mike-ai/router-profiles.json` gepflegt. Änderungen an Override und Registry gehören in denselben getesteten Commit; andernfalls verweigert die Readiness bewusst die Freigabe. ## Fehler- und Recovery-Verhalten - Ein Profilwechsel bricht ab, wenn laufende Chats nicht innerhalb des Drain-Timeouts enden. Er beendet niemals absichtlich einen Chat. - Nach einem Routerabsturz wird das letzte stabile Profil aus der atomaren Zustandsdatei rekonstruiert. - `/health = 200`, aber `/ready = 503` bedeutet: Router lebt, Modell ist noch nicht bereit oder wird gerade gewechselt. - `429` bedeutet, dass die Parallelitätsgrenze erreicht ist; der Client soll mit Backoff erneut versuchen. ## Kapazitätsregeln - Systempartition dauerhaft unter 85 Prozent halten. - Mindestens 1 GiB Sicherheitsreserve für allgemeine GPU-Profile vorsehen; experimentelle Max-GPU-Profile klar kennzeichnen. - Nur ein Textmodell gleichzeitig laden. - Benchmarks sind deaktivierte, manuell gestartete Jobs und keine Boot-Dienste. ## Backup Gesichert werden: - dieses Repository, - lokale Modellmanifest-Datei mit Hashes, aber ohne Secrets, - `/etc/mike-ai` verschlüsselt, - systemd-Konfiguration, - Benchmarkresultate. Nicht gesichert werden müssen Build-Verzeichnisse, Venvs, Caches oder Modelle, wenn Downloadquelle und Prüfsumme dokumentiert sind.