# Athena-Leerhostaufbau – Praxisprotokoll Dieses Protokoll hält die Abweichungen fest, die beim realen Neuaufbau auf einem frischen Debian-13-Host sichtbar wurden. Jede dauerhaft notwendige Korrektur muss zusätzlich im Installer, Restore-Skript oder in der regulären Betriebsdokumentation umgesetzt werden. Das Protokoll enthält keine Secrets, Chats oder privaten Nutzdaten. ## Zielsystem - Hostname: `Athena` - Betriebssystem: Debian 13 amd64 - Persistente Datenplatte: `/data`, ext4 - Haupt-GPU: NVIDIA RTX 5080 mit 16 GB VRAM - Containerbetrieb: Docker CE und Compose-Plugin - Inferenz: gepinnter llama.cpp-Build in Docker - Oberfläche: OpenWebUI - Werkzeuge: getrennte MCP-Container für Web, Home Assistant, ARR und Unraid ## Bereits eingearbeitete Korrekturen | Bereich | Beobachtung im Leerhosttest | Dauerhafte Umsetzung | |---|---|---| | NVIDIA | Debian-Basispakete allein lieferten nicht den benötigten aktuellen Treiberzweig. | Offizielles NVIDIA-Repository, Mindestversion, Open-Kernelmodule und reproduzierbarer Neustartpfad im Installer. | | CUDA | Container fanden einzelne CUDA-Kompatibilitätsbibliotheken nicht zuverlässig. | Bibliothekspfad und `ldconfig` werden vom Installer hergestellt und geprüft. | | Modelle | Durch die restriktive Installer-Umask konnte der unprivilegierte Inferenzprozess GGUF-Dateien nicht lesen. | Nach erfolgreicher Hashprüfung werden Modelle unveränderlich, aber lesbar mit Modus `0444` gesetzt. | | MTP | Das Fast-Modell besitzt den verwendeten MTP-Tensor bereits im IQ4-MIX-GGUF. | Kein redundanter Draft-Download und kein falscher separater Startparameter. | | Router | Frische Volumes und der unmittelbar folgende API-Aufruf führten zu Ownership- beziehungsweise Start-Rennen. | Minimale Dateisystem-Capabilities, eigener Healthcheck, Abhängigkeit von gesundem Controller und explizite Readiness-Prüfung. | | Installer | Ein erfolgreicher Containerstart wurde zu früh als erfolgreiche Installation gewertet. | Abschluss erst nach Router-Health, erfolgreicher Fast-Aktivierung und eindeutigem `INSTALL_READINESS_OK`-Marker. | | Websuche | TinySearch/SearXNG wurden in mehreren Pfaden gestartet. | Websuche wird ausschließlich durch den Tool-Stack installiert und gestartet. | | MCP | Altcontainer sollten nicht in die neue Architektur übernommen werden. | Neue, getrennte Tool-Container; Restore importiert nur freigegebene Secret- und Laufzeitdateien. | | OpenWebUI | Eine gesicherte Datenbank war neuer als das zunächst gepinnte OpenWebUI-Image. | Datenbank und Image werden versionsgleich wiederhergestellt; Registry-Digest und OCI-Build-Revision werden geprüft. | | Image-Backup | Das alte Archiv `openwebui-mcp-images.tar.gz` enthielt trotz seines Namens nicht das inventarisierte OpenWebUI-Image. | Restore nutzt als sicheren Fallback nur den gesicherten unveränderlichen Digest. Künftige Backups benötigen einen isolierten Probeimport. | | Wiederholung | Ein späterer Installerlauf hätte die restaurierte OpenWebUI-Version wieder überschrieben. | Das Restore schreibt den geprüften lokalen Image-Tag auch in die dauerhafte Installationskonfiguration. | | TinySearch-Volume | Das vom Installer vorbereitete Modellvolume wurde von Compose gleichzeitig als Compose-eigen behandelt. | Das Volume besitzt einen festen Namen und ist in Compose ausdrücklich als extern vorbereitet markiert. | | Reasoning-Filter | Beide globalen Filter besaßen Priorität 0; bei gleicher Priorität entschied die ID-Sortierung statt der gewünschten Logik. | `Reasoning Default Off` läuft mit Priorität 10 sicher vor dem optionalen `Thinking`-Override mit Priorität 20. Filter und sicherer Installer liegen versioniert im Repository. | | Folgefragen | OpenWebUI erzeugte nach Antworten zusätzliche Vorschläge und verbrauchte dafür einen weiteren Modellaufruf. | Folgefragengenerierung ist in der persistenten OpenWebUI-Konfiguration und im Compose-Standard deaktiviert. | ## Abnahmezustand am 21. August 2026 - Basisinstallation einschließlich Treiber, Docker, llama.cpp, Router und Fast-Profil erfolgreich. - Fast-Profil mit 76.800 Token Kontext gestartet und durch Readiness bestätigt. - HA-, ARR-, Unraid- und Web-MCP als getrennte Container gestartet. - OpenWebUI-Daten und freigegebene MCP-Konfiguration aus dem Referenzbackup übernommen. - Exakter OpenWebUI-Build anhand des gesicherten Registry-Digests und Commits rekonstruiert. - Vollständiger Restore ein zweites Mal erfolgreich und ohne Datenbankmigration ausgeführt. - OpenWebUI, Router und Fast-Inferenz sind gesund; HTTP-Zugriffe liefern Status 200 und der Router meldet `qwen-fast`, `qwen-medium` und `qwen-long`. - Alle vier MCP-Endpunkte sind aus dem OpenWebUI-Netz per TCP erreichbar. ## Noch abzunehmen 1. Anmeldung und Profilwechsel über die Oberfläche ohne Lesen alter Chat-Inhalte. 2. MCP-Protokolltest jedes Werkzeugs und Prüfung seiner Sicherheitsgrenze. 3. Neustarttest des gesamten Hosts. 4. WireGuard- und Fail-closed-Test am späteren Universitätsstandort. 5. Standardbenchmark mit RTX 5080 und anschließend mit der RTX 3060. 6. Push der lokalen Commits nach unabhängiger Prüfung des Git-Server- Hostschlüssels. Erst nach diesen Punkten gilt Athena als vollständig reproduzierbare Referenzinstallation.