# Zentrale MCP-Werkzeugebene MCP-Werkzeuge sind **keine llama.cpp-Startparameter**. Sie laufen als kleine, voneinander getrennte Container und werden von OpenWebUI, Hermes oder einem anderen MCP-Client gezielt ausgewählt. Das hält Tool-Schemas aus normalen Prompts heraus, verhindert den früher beobachteten Kontextverbrauch von über 200.000 Tokens und macht Werkzeuge unabhängig vom geladenen Modellprofil. ## Container | Container | Endpunkt im Netz `mike-ai-tools` | Zweck | Standard | |---|---|---|---| | `mcp-web` | `http://mike-ai-mcp-web:8000/mcp` | kompakte Websuche und Quellenvergleich | an | | `mcp-homeassistant` | `http://mike-ai-mcp-homeassistant:8000/mcp` | Relay zum nativen HA-MCP; Token bleibt serverseitig | Profil `homeassistant` | | `mcp-arr` | `http://mike-ai-mcp-arr:8000/mcp` | Sonarr/Radarr/Prowlarr mit serverseitiger Policy | Profil `arr` | | `mcp-unraid-official` | `http://mike-ai-mcp-unraid-official:8000/mcp` | offizieller, read-only begrenzter Unraid-Zugang | Profil `unraid` | | `mcp-unraid-ssh` | `http://mike-ai-mcp-unraid-ssh:8000/mcp` | erweiterte Diagnose über einen erzwungenen SSH-Befehl | optional (`extended`) | TinySearch und SearXNG sind interne Abhängigkeiten des Web-MCPs und werden nicht direkt als allgemeine Werkzeuge angeboten. ## Sicherheitsmodell - Kein MCP-Port wird auf eine Host-Adresse veröffentlicht. - Nur Clients im privaten Docker-Netz `mike-ai-tools` erreichen die Endpunkte. - Secrets bleiben in Dateien unter `/etc/mike-ai` und werden read-only eingehängt. Sie gehören weder in Git noch in OpenWebUI-Tooldefinitionen. - Jeder Container ist read-only, verliert Linux-Capabilities und hat `no-new-privileges`. - Der SSH-basierte Unraid-Container ist nicht Teil des Standardstarts. - Ein allgemeiner Host-Shell-MCP wird bewusst nicht angeboten. ## Start ```bash sudo platform/mcp/install-tools.sh ``` Der Grundstart enthält nur Websuche. Bereits konfigurierte Fachbereiche werden explizit ergänzt: Das Skript erkennt vorhandene Secret-Dateien und aktiviert dadurch automatisch `homeassistant`, `arr` und `unraid`. Ohne Fach-Secrets startet nur der sichere Webbereich. Für den derzeit migrierten Container kann der Name `Open-WebUI` lauten. Der Netzwerkbefehl ist idempotent zu behandeln. Die lokale Installation benötigt die vorhandenen Secret-Dateien: ```text /etc/mike-ai/homeassistant-admin-mcp.env /etc/mike-ai/arr-mcp.env /etc/mike-ai/runraid/.env ``` Die erweiterte Unraid-Diagnose benötigt zusätzlich die Konfigurationsdatei, den eingeschränkten Schlüssel und die bekannte Hostsignatur. Sie wird nur mit `--profile extended` gestartet. TinySearch speichert sein lokales Embedding-Modell in einem Docker-Volume. Nach einer Erstinstallation wird das Modell einmalig im Container mit `tinysearch setup` geladen. Das Volume bleibt bei Containerupdates erhalten. ## Client-Auswahl Werkzeuge werden nicht pauschal an jedes Modell gehängt. Für Home-Assistant- Fragen wird HA ausgewählt, für Medien ARR, für Recherche Web und für die NAS Unraid. Mehrere Werkzeuge werden nur aktiviert, wenn die Aufgabe tatsächlich mehrere Bereiche verbindet. Schreibende Aktionen bleiben hinter der jeweiligen serverseitigen Policy und einem Vorschau-/Bestätigungsablauf. Ein Client-Schalter allein darf niemals eine read-only Policy aufheben. ## Sonarr: sichere Episodensuche Der lokale Sonarr-Patch stellt bewusst keine freie Sonarr-Command-API bereit. Der erlaubte Schreibablauf ist eng auf fehlende Episoden begrenzt: 1. `preview_episode_search` bekommt Serien-ID, Staffel und die exakten Episodennummern. Es liest Sonarr-Metadaten, entfernt bereits vorhandene Episoden und erzeugt eine konkrete Vorschau samt kurzlebigem Ticket. 2. Der Client zeigt diese Vorschau unverändert an. Ohne ausdrückliche Benutzerfreigabe endet der Ablauf hier. 3. `start_episode_search` akzeptiert nur denselben Umfang, `confirm=true` und das passende Ticket. Erst dann startet Sonarr eine `EpisodeSearch` über die dort konfigurierten Indexer. Der Ablauf ändert weder Serien- noch Staffel-Monitoring und erlaubt weder beliebige Commands noch direkte URL-/Release-Downloads. Tickets gelten zehn Minuten, sind einmalig und an genau die angezeigte Auswahl gebunden.